Herfindahl-Hirschman Index (HHI): Definition, Berechnung & Bedeutung

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  • vor 1 Woche
  • Letztes Update: Okt. 2026

Verfasst von Redaktion (blR)

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Wie stark ist ein Markt von wenigen Unternehmen dominiert? Der Herfindahl-Hirschman Index liefert darauf eine messbare Antwort. Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt, wie der HHI berechnet wird, welche Schwellenwerte gelten und wo er in der Praxis zum Einsatz kommt.

Kurze Antwort: Was ist der Herfindahl-Hirschman Index (HHI)?

Der Herfindahl-Hirschman Index (HHI) misst die Marktkonzentration anhand der Marktanteile aller Unternehmen in einem definierten Markt. Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:

  • Der Herfindahl-Hirschman Index HHI wird berechnet, indem die Marktanteile aller Firmen quadriert und aufsummiert werden.

  • Der HHI reicht von 0 bis 10.000 (bei Verwendung von Prozentwerten). Höhere Werte bedeuten stärkere Konzentration und weniger Wettbewerb.

  • Ein HHI unter 1.500 zeigt geringe Marktkonzentration an, ein Wert über 2.500 signalisiert eine hohe Marktkonzentration.

  • Wettbewerbsbehörden weltweit nutzen den HHI bei der Fusionskontrolle, darunter das U.S. Department of Justice, die Federal Trade Commission und die European Commission.

  • Der HHI ist ein globaler Standard zur Marktanalyse und wird von Ökonomen, Regulierern und Finanzanalysten eingesetzt.

Im weiteren Verlauf dieses Artikels gehen wir detailliert auf die Berechnung, Interpretation, reale Beispiele sowie Vor- und Nachteile des Index ein.

Historischer Hintergrund des Herfindahl-Hirschman Index

Die Entwicklung von Konzentrationsmaßen im 20. Jahrhundert war eng mit der Frage verknüpft, wie man Marktmacht objektiv erfassen kann. Zwei Ökonomen prägten dabei den Index, der heute ihren Namen trägt.

  • Albert O. Hirschman veröffentlichte 1945 sein Werk „National Power and the Structure of Foreign Trade“, in dem er statistische Methoden zur Messung der Handelskonzentration großer Staaten einsetzte. Damit legte er konzeptionelle Grundlagen für spätere Konzentrationsmaße.

  • Orris C. Herfindahl entwickelte um 1950 im Rahmen seiner Dissertation „Concentration in the Steel Industry“ an der Columbia University eine explizite Formel, die auf der Summe der quadrierten Marktanteile basiert. Diese Arbeit lieferte die mathematische Grundlage des heutigen Herfindahl Index.

  • Aus beiden Beiträgen entstand der kombinierte Name Herfindahl-Hirschman Index. In der Literatur findet sich auch die kürzere Bezeichnung „Herfindahl-Index“.

Ein entscheidendes Datum: 1982 wurde der HHI offiziell in die US Merger Guidelines des Department of Justice und der Federal Trade Commission aufgenommen. Der HHI wurde in den 1980er Jahren von US-Behörden übernommen und damit zum festen Bestandteil der Fusionskontrolle.

Heute kommt der Index auch in Europa bei der EU-Kommission, in Deutschland beim Bundeskartellamt sowie in OECD-Analysen und internationalen Wettbewerbsberichten zum Einsatz.

Definition: Was ist der Herfindahl-Hirschman Index (HHI)?

Was genau verbirgt sich hinter dem HHI? Die Definition ist überraschend klar:

  • Der HHI ist ein numerischer Index für die Marktkonzentration. Er wird aus den Market Shares aller Unternehmen in einem definierten Markt berechnet.

  • Im Gegensatz zu einfachen Konzentrationsraten wie CR4 oder CR10 berücksichtigt der HHI alle Marktteilnehmer, nicht nur die größten Players.

  • Die Spanne des Index:

    • Bei Prozentangaben: von 0 bis 10.000.

    • Bei Anteilen zwischen 0 und 1: von 0 bis 1.

  • Extremfälle verdeutlichen die Skala:

    • Perfekter Wettbewerb mit sehr vielen kleinen Firmen: Der HHI nähert sich 0.

    • Ein Monopoly mit 100 % Marktanteil eines einzigen Unternehmens: HHI = 10.000.

Der Herfindahl-Index misst die Marktkonzentration und beantwortet eine zentrale Frage der Economics: Wie gleichmäßig oder ungleichmäßig sind die Market Shares of Companies in einem bestimmten Markt verteilt? Der HHI ist damit ein zentrales Tool für Kartellbehörden, Economists, Finanzanalysten und Unternehmensstrategen.

Formel und Berechnung des HHI

Der HHI Index ist in der Praxis einfach zu berechnen. Alles, was Sie benötigen, sind die Marktanteile der Unternehmen.

Die Formula lautet:

HHI = s₁² + s₂² + … + sₙ²

Dabei ist s n der Market Share des Unternehmens n, entweder als Percentage (z. B. 40 %) oder als Dezimalzahl (z. B. 0,40).

Wichtige Punkte zur Calculation:

  • Die Marktanteile werden in der Praxis typischerweise auf Basis von Umsatz, Absatzmenge oder Kundenanzahl ermittelt. Welche Measure gewählt wird, hängt von der Industry und den verfügbaren Data ab.

  • Werden Prozentwerte verwendet, liegt der HHI im Bereich 0, 10.000. Ein Company mit 40 % Marktanteil trägt allein 40² = 1.600 Punkte bei.

  • Alternative Schreibweise: Dezimalwerte (0, 1), bei denen Prozentanteile zuerst durch 100 geteilt und dann quadriert werden.

  • Warum Squares der Marktanteile? Die Quadrierung bewirkt, dass größere Unternehmen überproportional stark in den Index eingehen. Kleine Firmen haben relativ wenig Gewicht. Ein Unternehmen mit 5 % Anteil trägt nur 25 Points bei, eines mit 50 % dagegen 2.500.

Der HHI wird durch das Quadrieren der Marktanteile berechnet, diese Eigenschaft macht ihn empfindlicher für Veränderungen an der Spitze des Marktes als einfache Konzentrationsraten.

Schritt-für-Schritt-Beispiele zur HHI-Berechnung

Konkrete Zahlen machen die Berechnung greifbar. Hier folgen drei Beispiele mit unterschiedlicher Marktstruktur.

Example 1: Vier Unternehmen, moderate Verteilung

Marktanteile: 30 %, 30 %, 20 %, 20 %.

Berechnung: 30² + 30² + 20² + 20² = 900 + 900 + 400 + 400 = 2.600

Interpretation: Ein HHI über 2.500 zeigt eine hohe Marktkonzentration an. Dieser Markt wäre nach den gängigen Schwellenwerten als stark konzentriert einzustufen.

Example 2: Konsumgütermarkt mit vier Anbietern

Marktanteile: 25 %, 35 %, 12 %, 28 %.

Berechnung: 25² + 35² + 12² + 28² = 625 + 1.225 + 144 + 784 = 2.778

Auch hier liegt der Value deutlich über 2.500, ein Hinweis auf hohe Konzentration, bei der wenige Companies den Markt dominieren.

Example 3: Fusionseffekt (Merger Scenario)

Ausgangssituation mit sieben Unternehmen:

Company

Marktanteil

Quadrat

A

35 %

1.225

B

22 %

484

C

20 %

400

D

10 %

100

E

8 %

64

F

3 %

9

G

2 %

4

Summe

100 %

2.286

Nun fusionieren B (22 %) und C (20 %) zu einem neuen Unternehmen mit 42 % Marktanteil.

Neuer HHI: 35² + 42² + 10² + 8² + 3² + 2² = 1.225 + 1.764 + 100 + 64 + 9 + 4 = 3.166

Der Delta-HHI beträgt 3.166 − 2.286 = 880 Points. Ein solcher Anstieg würde bei Regulators sofort eine vertiefte Prüfung auslösen.

Alle diese Beispiele lassen sich mit einer einfachen Excel-Tabelle oder einem Taschenrechner problemlos nachrechnen.

Das Bild zeigt einen Arbeitsplatz mit einem Laptop, einem Taschenrechner und einem Notizblock, auf dem Berechnungen durchgeführt werden. Diese Ausstattung ist typisch für eine Analyse von Marktanteilen und der Berechnung des Herfindahl-Hirschman-Index (HHI) zur Bewertung der Marktkonzentration.KI unterstützt

Interpretation: Skala und Schwellenwerte des Herfindahl-Hirschman Index

Die reine Zahl des HHI ist erst mit definierten Schwellenwerten aussagekräftig. Die Merger Guidelines der US-Behörden liefern die bekannteste Einteilung:

  • HHI < 1.500: Nicht oder gering konzentrierter Markt. Ein HHI unter 1.500 zeigt niedrige Marktkonzentration an, hier herrscht in der Regel intensiver Wettbewerb.

  • 1.500 ≤ HHI ≤ 2.500: Moderat konzentrierter Markt. Die Competition ist spürbar eingeschränkt, aber nicht zwingend problematisch.

  • HHI > 2.500: Hoch konzentrierter Markt. Ein HHI über 2.500 zeigt eine stark konzentrierte Branche an, in der wenige Firms den Markt beherrschen.

Entscheidend für die Fusionskontrolle ist nicht nur der absolute HHI, sondern auch die Veränderung (Delta):

  • Ein HHI-Anstieg über 200 Punkte erfordert zusätzliche Prüfung bei Fusionen. Ein solcher Anstieg von über 200 Punkten kann antitrustrechtliche Bedenken hervorrufen.

  • Behörden nutzen diese Schwellen, um vertiefte Untersuchungen auszulösen, in den USA etwa einen sogenannten „Second Request“.

Die genauen Schwellenwerte variieren je nach Jurisdiktion. Die European Commission verwendet leicht abweichende Grenzwerte (z. B. Post-Merger-HHI unter 1.000 als unproblematisch), das Grundprinzip bleibt jedoch ähnlich.

Wichtig: Der Herfindahl-Hirschman Index HHI is nur ein Baustein. Selbst ein hoher HHI garantiert nicht automatisch eine kartellrechtlich unzulässige Situation, sondern löst in der Regel eine vertiefte Analysis aus.

Einsatzgebiete und Anwendungen des HHI in Praxis und Regulierung

Der Herfindahl-Hirschman Index wird weit über die reine Theorie hinaus im Alltag von Behörden, Unternehmen und Forschern genutzt.

Fusionskontrolle

  • Das U.S. Department of Justice und die Federal Trade Commission verwenden den HHI in ihren Merger Guidelines zur Vorprüfung von Zusammenschlüssen. Die US-Behörden nutzen den HHI zur Durchsetzung von Antitrust Laws.

  • Der HHI wird zur Bewertung von Fusionen und Übernahmen verwendet, sowohl als Screening-Instrument als auch als Grundlage für vertiefende Verfahren.

  • Die European Commission und nationale Behörden wie das Bundeskartellamt setzen ähnliche Konzepte ein, um den Impact geplanter Merger zu beurteilen.

Branchenanalyse

  • Der HHI dient zur Bewertung von Oligopolen in Sektoren wie Telekommunikation, Luftfahrt, Energie, Bankensektor und Big Tech.

  • Organisationen wie OECD, Weltbank oder Zentralbanken berichten HHI-Values in ihren Marktberichten als Standard-Measure of market concentration.

Finance und Beratung

  • Analysten, Investmentbanken und Consultants nutzen den Index, um die Market Structure in Equity Research Reports oder M&A-Analysen zu charakterisieren.

  • Ein typisches Scenario: Vor einem geplanten Merger wird der Delta-HHI berechnet, um zu bewerten, ob der Zusammenschluss die Wettbewerbsstruktur fundamental verändert.

Weitere Anwendungsfelder

  • In der Ökologie wird ein verwandtes Measure unter dem Namen Simpson-Index genutzt (kurzer Verweis auf die mathematische Verwandtschaft).

  • In der Einkommens- und Vermögenskonzentration dient der HHI als alternatives Instrument neben dem Gini-Koeffizienten.

Reale Beispiele: HHI in ausgewählten Branchen

Konkrete Zahlen aus realen Industries helfen, die Größenordnung des HHI einzuordnen.

US-Luftfahrt

Das Bild zeigt mehrere Passagierflugzeuge, die an einem großen Flughafen-Terminal stehen. Die Flugzeuge sind in verschiedenen Farben lackiert und umgeben von einem geschäftigen Flughafenbetrieb, der die Marktanteile der Fluggesellschaften verdeutlicht.KI unterstützt

Die US-Luftfahrt durchlief zwischen 2000 und 2020 eine massive Konsolidierung. Um das Jahr 2000 lag der HHI bei etwa 1.080, ein vergleichsweise wettbewerbsintensiver Markt. Durch Fusionen wie Delta, Northwest (2008), United, Continental (2010) und American, US Airways (2013) stieg der Value auf etwa 1.780 um 2015. Bis 2020 pendelte er sich bei rund 1.600 ein. Die Konsolidierung zu wenigen großen Airlines erhöhte die Concentration deutlich.

Technologiemarkt

Auf den ersten Blick wirkt der gesamte Tech-Sektor breit diversifiziert. Betrachtet man jedoch Teilmärkte, ergibt sich ein anderes Bild: Der Markt für Online-Suche weist in vielen Ländern einen HHI nahe beim Monopolwert auf. Ähnlich konzentriert sind Bereiche wie Betriebssysteme für Smartphones oder Cloud-Infrastruktur. Die Definition of the market entscheidet hier massiv über den resultierenden HHI.

Europäischer Telekommunikationsmarkt

Nationale Mobilfunkmärkte mit typischerweise drei bis vier Netzbetreibern erreichen oft HHI-Werte im Bereich von 2.000 bis 3.500. Aus diesem Grund prüft die European Commission Fusionen von vier auf drei Netzbetreiber, wie etwa in Deutschland, Italien oder dem UK, besonders genau. Der Fall CK Telecoms UK Investments Ltd (2023) bestätigte, dass selbst kleine Marktanteilsverschiebungen in hoch konzentrierten Märkten kritisch bewertet werden.

Exakte Zahlen variieren je nach Studie, Source und Marktabgrenzung, doch die Größenordnungen verdeutlichen die praktische Relevanz des HHI Index.

Stärken, Kritikpunkte und Grenzen des HHI

Jede Kennzahl besitzt Stärken und Schwächen. Der HHI bildet da keine Ausnahme.

Vorteile

  • Einfache Berechnung aus leicht verfügbaren Data (Marktanteile genügen).

  • Berücksichtigt die gesamte Verteilung der Market Shares, nicht nur die größten Companies.

  • Gut geeignet für Vergleiche über die Zeit oder zwischen Ländern und Industries.

Grenzen

  • Der HHI hängt stark von der Marktabgrenzung ab. Unterschiedliche Definitionen (geografisch, produktbezogen) können sehr unterschiedliche Values liefern.

  • HHI berücksichtigt nicht regionale Marktdominanz, ein Unternehmen kann lokal dominant sein, ohne dass dies im nationalen HHI sichtbar wird.

  • Potentielle Wettbewerber, Substitutionsmöglichkeiten oder Markteintrittsbarrieren fließen nicht direkt ein.

  • Qualitative Faktoren wie Innovationsdynamik, Netzwerkeffekte und Plattformmärkte bleiben unberücksichtigt.

Kritikpunkte

  • HHI kann Marktkomplexität nicht vollständig erfassen. Ein niedriger HHI kann eine dominante Stellung in Nischen- oder Teilmärkten verschleiern.

  • HHI kann in bestimmten Märkten irreführend sein, besonders in digitalen Märkten mit „Winner takes most“-Strukturen, wo ein mittlerer HHI die tatsächliche Marktmacht unterschätzt.

  • HHI ist eine vereinfachte Maßnahme der Market Structure und sollte nie als einziges Entscheidungskriterium dienen.

In der Praxis wird der HHI daher fast immer mit weiteren Instrumenten kombiniert: Marktdefinition nach dem SSNIP-Test, Preisdaten, Margenanalysen und qualitative Bewertungen ergänzen das Bild.

HHI im Vergleich zu anderen Konzentrations- und Ungleichheitsmaßen

Der HHI ist eine von mehreren Measures zur Erfassung von Konzentration. Wie ordnet er sich im „Werkzeugkasten“ der quantitativen Analysis ein?

Konzentrationsraten (CR4, CR5, CR10)

  • Diese Raten betrachten nur die größten x Unternehmen (z. B. den Anteil der Top-4 am Gesamtumsatz).

  • Der HHI nutzt dagegen all Market Shares und ist dadurch detaillierter. Gleichzeitig reagiert er möglicherweise sensibler auf Datenschwankungen bei kleinen Firmen.

  • Ein Disadvantage der Konzentrationsraten: Sie können ein verzerrtes Bild liefern, wenn die Top-Companies dominieren, der Rest des Marktes aber stark fragmentiert ist.

Gini-Koeffizient und Atkinson-Index

  • Diese Maße werden primär in der Einkommens- und Vermögensverteilung eingesetzt.

  • Der HHI ist mathematisch verwandt, wird aber als Marktstrukturmaß interpretiert, nicht als allgemeines Ungleichheitsmaß.

Simpson-Index

  • In der Ökologie wird ein nahezu identisches Maß als Simpson-Index verwendet, um Artenvielfalt und Dominanz zu quantifizieren.

  • In Statistics-Paketen wie R (Paket „ineq“) wird diese Verwandtschaft explizit genannt.

Welches Maß sinnvoller ist, hängt von der konkreten Fragestellung ab. Für die Bewertung von Competition und Fusionsfolgen bleibt der HHI der etablierte Standard.

Praktische Umsetzung: Datenquellen, Tools und typische Fallstricke

Wie geht man in der Praxis an die Berechnung des HHI heran? Hier die wichtigsten Anhaltspunkte.

Datenquellen

  • Branchenberichte von Statistischen Ämtern, Eurostat, US Census Bureau, Bundesnetzagentur oder Marktforschungsinstituten.

  • Geschäftsberichte der Unternehmen (Umsätze nach Segment und Region) als Source für Marktanteile.

Tools

  • Einfache Berechnung mit Excel oder Google Sheets: Eine Spalte für Market Shares, eine Spalte für die Quadrate, am Ende die Summe, fertig ist der HHI.

  • Statistische Software wie R, Python oder Stata mit entsprechenden Paketen oder eigenen Skripten für umfangreichere Analysen.

Typische Fallstricke

  • Doppelte Zählung von Konzernunternehmen, wenn Tochtergesellschaften und Mutterkonzern separat in der Datenbasis auftauchen.

  • Unterschiedliche Definition of the market (z. B. national vs. EU-weit, Mobilfunk vs. gesamte Telekommunikation), die Marktabgrenzung beeinflusst den HHI massiv.

  • Umgang mit fehlenden Data oder der „Restkategorie Sonstige“: Hier empfehlen sich Sensitivitätsanalysen, bei denen Ober- und Untergrenzen für Marktanteile getestet werden.

Praxis-Tipp: Dokumentieren Sie Ihre Annahmen zur Marktabgrenzung und zu den verwendeten Data transparent. Das erhöht die Nachvollziehbarkeit und Glaubwürdigkeit jeder Analysis.

Das Bild zeigt eine Person, die konzentriert an einem Schreibtisch sitzt und mehrere Bildschirme nutzt, um Daten zu analysieren, möglicherweise im Zusammenhang mit dem Herfindahl-Hirschman-Index und Marktanteilen. Die Umgebung ist modern und gut organisiert, was auf eine professionelle Arbeitsumgebung hinweist.KI unterstützt

Fazit: Warum der Herfindahl-Hirschman Index wichtig bleibt

Die wichtigsten Takeaways dieses Artikels auf einen Blick:

  • Der HHI beantwortet eine Kernfrage: „Wie konzentriert sind die Marktanteile in einem Markt?“, und das mit einer einzigen, vergleichbaren Number.

  • Der Herfindahl-Hirschman Index reicht von 0 bis 10.000 und ist ein einfaches, aber mächtiges Tool zur Beurteilung von Wettbewerb, Marktmacht und Fusionsfolgen.

  • Wettbewerbsbehörden weltweit, vom U.S. Department of Justice bis zur European Commission, nutzen den HHI als zentrales Instrument. Der HHI wird zur Bewertung von Fusionen verwendet und ist ein fester Bestandteil moderner Regulierung.

  • Die Grenzen und Annahmen des HHI sollten bekannt sein: Er ist kein allumfassendes Maß und sollte stets mit qualitativen Analysen und weiteren Kennzahlen kombiniert werden.

  • Nutzen Sie den HHI aktiv, ob im Business, in der Forschung, im Studium als Students oder in der Politikberatung. Er hilft, Märkte strukturierter zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Der HHI ist kein perfektes Instrument. Aber für alle, die Marktstrukturen systematisch analysieren wollen, bleibt er unverzichtbar. Wenden Sie ihn an, und hinterfragen Sie dabei immer die Annahmen, die hinter den Zahlen stehen.

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