Zu wem gehört Eurowings? Eigentümerstruktur und aktueller Stand 2026

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  • vor 1 Jahr
  • Letztes Update: Apr. 2026
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Verfasst von Lana

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Eurowings ist eine der bekanntesten Fluggesellschaften Deutschlands und der wichtigste Ferienflieger im Lufthansa-Konzern. Wem die Airline gehört, wie sie wirtschaftlich dasteht und was sich in den letzten Jahren verändert hat, beantwortet dieser Artikel zum Stand April 2026.

Kurzantwort: Eurowings gehört zu 100 Prozent der Lufthansa Group. CEO seit dem 1. Februar 2026 ist Max Kownatzki, der Nachfolger von Jens Bischof. Im Geschäftsjahr 2025 beförderte Eurowings rund 23,7 Millionen Passagiere und erzielte ein positives operatives Ergebnis.

Die Eigentümerstruktur

Die Eigentumsfrage bei Eurowings ist eindeutig: Die Fluggesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG. Alle Anteile liegen beim Mutterkonzern, der mit Sitz in Köln und Frankfurt zu den größten Airline-Gruppen der Welt gehört.

Innerhalb der Lufthansa Group ist Eurowings das Geschäftsfeld für den sogenannten Punkt-zu-Punkt-Verkehr, also Direktflüge ohne Hub-Umstieg. Zum gleichen Geschäftsfeld gehört auch die 50-prozentige Beteiligung an SunExpress, einem Joint Venture mit Turkish Airlines. Eurowings operiert dabei unter zwei Marken: Eurowings Deutschland (Flüge ab deutschen Flughäfen) und Eurowings Europe (paneuropäische Strecken ab Basen in Palma de Mallorca, Salzburg, Graz, Prag und Stockholm).

Struktur Details
Eigentümer Deutsche Lufthansa AG (100 Prozent)
Konzernzugehörigkeit Lufthansa Group (neben Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways)
Hauptsitz Köln/Bonn (Flughafen)
Positionierung Value-Airline, Europas größte Ferienfluggesellschaft
Beteiligung SunExpress 50 Prozent (Joint Venture mit Turkish Airlines)

Wer führt Eurowings aktuell?

Seit dem 1. Februar 2026 ist Max Kownatzki CEO von Eurowings. Er folgt auf Jens Bischof, der die Airline von März 2020 bis Ende 2025 geleitet und in dieser Zeit einen bemerkenswerten Turnaround vollzogen hatte. Bischof schied nach mehr als fünf Jahren an der Spitze von Eurowings und insgesamt über 35 Jahren innerhalb der Lufthansa Group aus dem Unternehmen aus.

Kownatzki ist dem Unternehmen kein Unbekannter. Bereits 2015 war er Mitgründer und Chief Commercial Officer von Eurowings Europe und verantwortete später als Senior Vice President die Geschäftsentwicklung von Eurowings. Zuletzt führte er sechs Jahre lang SunExpress, das Joint Venture von Lufthansa Group und Turkish Airlines, als CEO. Dort verdoppelte er die Flotte auf über 85 Flugzeuge und erzielte Rekordergebnisse. Kownatzki besitzt die deutsche und amerikanische Staatsangehörigkeit, promovierte an der Universität St. Gallen und verfügt über eine kommerzielle Pilotenlizenz.

CEO-Wechsel auf einen Blick:
CEO bis Ende 2025: Jens Bischof (seit März 2020)
CEO ab 1. Februar 2026: Max Kownatzki (vorher CEO SunExpress)
Leitung Skytrax: 2025 ausgezeichnet als „Beste Low-Cost Airline Europas“

Wirtschaftliche Kennzahlen

Eurowings hat sich nach der Corona-Krise zu einer der profitabelsten Einheiten der Lufthansa Group entwickelt. Die wichtigsten Zahlen der letzten Jahre im Vergleich:

Kennzahl 2025 2024
Passagiere 23,7 Mio. ca. 23 Mio.
Umsatz nicht separat ausgewiesen ca. 2,9 Mrd. Euro (+11%)
Adjusted EBIT (inkl. SunExpress) 132 Mio. Euro 203 Mio. Euro
Mitarbeitende ca. 5.500 5.300
Flüge 2025 170.000 nicht separat ausgewiesen
Pünktlichkeit 2025 72 Prozent nicht separat ausgewiesen

Das operative Ergebnis 2025 lag mit 132 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (203 Millionen Euro), was unter anderem auf höhere Standortkosten, steigende Steuern und Gebühren sowie einen gesunkenen SunExpress-Beitrag zurückzuführen ist. Trotzdem blieb Eurowings profitabel und zählt weiterhin zu den stärksten Teilbereichen der Lufthansa Group.

Gründung und historische Entwicklung

Eurowings wurde am 1. Februar 1993 durch die Fusion der NFD Luftverkehrs AG (Nürnberger Flugdienst) und der RFG Regionalflug GmbH aus Dortmund gegründet. Der Betrieb startete offiziell am 1. Januar 1994. Ziel war es, im liberalisierten europäischen Luftraum eine wettbewerbsfähige Regionalfluggesellschaft zu betreiben.

Ab 2001 stieg die Lufthansa Group schrittweise ein, zunächst mit 24,9 Prozent, dann sukzessive mehr. 2002 erschien die Tochtermarke Germanwings als eigenständiger Low-Cost-Carrier, der von Eurowings betrieben wurde. 2009 wurde Eurowings vollständig von Lufthansa übernommen. Germanwings wurde in den Folgejahren schrittweise in Eurowings integriert, bis die Marke 2020 endgültig eingestellt wurde.

Unter CEO Jens Bischof (ab März 2020) vollzog Eurowings trotz der Corona-Pandemie einen tiefgreifenden Umbau: schlanke Flotte, klare Kostenstruktur, Fokus auf touristische Strecken. Das Ergebnis: Eine rentable Airline, die 2025 von Skytrax zur besten Low-Cost-Airline Europas gekürt wurde.

Strategie und aktuelle Entwicklungen

Eurowings positioniert sich nicht als Ultra-Low-Cost-Carrier wie Ryanair, sondern als sogenannte Value-Airline. Das bedeutet: günstige Tickets kombiniert mit einem gewissen Serviceversprechen wie Sitzplatzwahl, Flex-Tarifen und einem wachsenden Digitalangebot. Mit mehr als 150 Direktzielen in Europa und 13 internationalen Basen ist Eurowings einer der größten Ferienflieger des Kontinents.

Parallel zum Fluggeschäft baut Eurowings den Reiseveranstalter Eurowings Holidays gezielt aus. Das 2024 neu gegründete Unternehmen bietet Reisen in über 60 Länder mit Zugang zu rund 16.000 Hotels an. Ziel ist es, unter den zehn größten Reiseveranstalter-Marken Deutschlands zu werden.

Aktuelle Flottenentwicklung:
Eurowings modernisiert die Flotte mit 40 neuen Boeing 737-8 Max (Listenwert: rund 5 Mrd. US-Dollar)
Flotte besteht überwiegend aus Airbus A320-Familie (A319, A320, A320neo, A321neo)
Flottengröße: rund 100 Flugzeuge

Für den neuen CEO Kownatzki liegt die Priorität auf der Verteidigung der Marktführerschaft an deutschen Sekundärflughäfen wie Köln/Bonn, Düsseldorf und Hamburg sowie der Expansion in Richtung Osteuropa und Kaukasus. Dazu kommen weitere Codeshare-Partnerschaften, etwa mit Aegean Airlines, die seit September 2024 besteht und Reisenden mehr Verbindungen in die Mittelmeerregion bietet.

Chronologische Übersicht der Eigentümerwechsel

Jahr Ereignis
1993 Gründung durch Fusion von NFD und RFG
2001 Lufthansa erwirbt 24,9 Prozent der Anteile
2004 Lufthansa erhöht Anteil auf 49 Prozent
2009 Lufthansa wird alleiniger Eigentümer (100 Prozent)
2020 Germanwings eingestellt, Jens Bischof übernimmt als CEO, Turnaround-Kurs
2024 23 Mio. Passagiere, 2,9 Mrd. Euro Umsatz; Codeshare mit Aegean Airlines
Februar 2026 Max Kownatzki wird neuer CEO, löst Jens Bischof ab

Bildquelle: newscloud.eurowings.com

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