Die Gastronomie steht vor großen Herausforderungen: steigende Kosten, Fachkräftemangel und zugleich wachsende Erwartungen der Gäste. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, lassen sich immer mehr gastronomische Betriebe von digitalen Lösungen unterstützen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Online-Reservierungen oder Werbung über soziale Medien. Moderne Technologien können auch interne Abläufe vereinfachen, Mitarbeitende entlasten und den Service effizienter gestalten. Die Digitalisierung entwickelt sich damit zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil erfolgreicher Gastronomiekonzepte.
Die Gastronomie steht aktuell vor vielfältigen Herausforderungen, so die Industrie- und Handelskammer Ulm: Steigende Kosten für Lebensmittel, Energie und Personal treffen auf ein zurückhaltenderes Konsumverhalten der Gäste. Gleichzeitig verändern sich Ernährungsgewohnheiten, Ausgehzeiten und Erwartungen. Immer mehr Kunden würden nach vegetarischen oder veganen Optionen verlangen. Außerdem konsumiere man tendenziell weniger Alkohol und sei häufig weniger lang unterwegs. Und auch das zur Verfügung stehende Budget wird kleiner.
Gleichzeitig ergeben sich aus diesen Veränderungen auch neue Chancen: Betriebe müssen ihre Kosten stärker kontrollieren und ihre Arbeitsabläufe effizienter gestalten, da sowohl Personal als auch andere Ressourcen teurer werden. Der Fachkräftemangel erhöht zudem den Druck, Mitarbeitende zu entlasten. Durch die sich verändernden Bedürfnisse der Gäste entstehen zudem neue, kreative Restaurantkonzepte.
Bei all diesen Neuerungen im Gastgewerbe können digitale Tools durchaus eine große Hilfestellung sein. So lassen sich beispielsweise Reservierungen, Bestellungen oder die Lagerverwaltung effizienter koordinieren. Über die sozialen Medien können Unternehmer effizient für ihren Betrieb werben – an dieser Stelle ist ein einheitliches Design unumgänglich. Aber auch im Bereich Buchhaltung und Finanzen können digitale Lösungen Vorteile bieten. Gerade bei alltäglichen Abläufen kann eine zentrale Lösung dabei helfen, Prozesse übersichtlicher zu gestalten und Mitarbeitende zu entlasten.
Dazu gehören auch cloudbasierte All-in-One Kassensysteme, die verschiedene Funktionen rund um Bestellung und Bezahlung miteinander verbinden können und außerdem Tages- und Jahresumsätze übersichtlich speichern. Entscheidend ist bei all diesen Tools natürlich immer, dass digitale Werkzeuge nicht den persönlichen Service ersetzen sollen. Stattdessen schaffen sie Freiräume, damit sich Mitarbeitende wieder stärker auf die Gäste und deren Bedürfnisse konzentrieren können.
Der Weg zur digitalunterstützten Gastronomie bleibt trotzdem kein einfacher. Denn vielerorts fehlt noch das Wissen darüber, welche Technik nun wirklich zielführend ist und auf welche Anwendungen bestimmte Betriebe getrost verzichten können. Besonders kleinere Restaurants verfügen meistens über ein eingeschränktes Budget für technische Investitionen. Auch die Auswahl geeigneter Lösungen kann eine Herausforderung darstellen. Wie wichtig die digitale Transformation für Unternehmen ist, zeigen auch Daten und Beschlüsse des Bundeswirtschaftsministeriums, das Digitalisierung als wichtigen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes einordnet. Vor knapp 5 Jahren besaßen beispielsweise 83 % der Unternehmen in Deutschland eine Strategie für die Digitalisierung.
Eine daraus hervorgehende, erfolgreiche Digitalisierung muss jedoch nicht bedeuten, den gesamten Betrieb auf einmal umzustellen. Oft kann es sinnvoller sein, zunächst einzelne Prozesse zu analysieren und dort anzusetzen, wo der größte Aufwand entsteht. Wichtig ist zudem, dass neue Systeme von den Mitarbeitenden akzeptiert und im Alltag sicher angewendet werden können. Nur wenn digitale Anwendungen tatsächlich zur Arbeitsweise des Betriebs passen, können sie langfristig einen Mehrwert schaffen.
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